Pfäffikon hat Platz für Flüchtlinge!

Diese Botschaft rückten am 29. März 2021 Mitglieder des IFP am Brunnen der Seestrasse in den Blick der Öffentlichkeit: Sie stellten 15 leere Stühle auf: ‘Welcome refugees’ war markant auf ihnen zu lesen. Zeitgleich fanden in etlichen Schweizer Orten solche Aktionen statt, initiiert von Amnesty International. Im Fokus der Bundesplatz in Bern mit 700 Stühlen.

Refugees Welcome

Dahinter steht die Kritik vieler, dass von den 7000 Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos der Bundesrat bislang nur 97 aufgenommen hat, etwa 4 pro Kanton! Die katastrophalen Verhältnisse der Geflohenen im Lager Moria nach dessen Brand im September 2020 schreien zum Himmel, konkreter in die Ohren der wohlhabenden Länder Europas.

Am 29. März 2020 haben etliche NGOs sowie 50’000 Personen eine Petition ‘Evakuieren jetzt’ dem Bundesrat übergeben. Das ‘jetzt’ hat sich ein Jahr lang hingezogen und allein zu 97 Familiennachzügen geführt; es dürfte auch weiterhin verhallen. Das ist umso skandalöser als etliche Schweizer Städte Kapazitäten für diese Menschen angeboten haben. Zudem werden unsere Mitbürger, welche als Migranten mit prekärem Status und schwierigen Lebensbedingungen zurechtkommen müssen, noch mehr durch das notwendige Corona-Regime an die Wand gedrückt: Eingeschlossen-Sein mit sozialen und psychischen Folgen, kaum verständliche Informationen und Anweisungen und die Angst um die eigene Gesundheit sowie um jene ihrer Familien in der Heimat rauben Energie, Hoffnung und Ressourcen.

Wir wünschen uns einen Pfäffiker Wettbewerb unter Vereinen, Sportanbietern, Politik, Verwaltung und in der Bevölkerung um eine handfeste Willkommenskultur. Bereits existierende Projekte bieten sich an, um an ihnen Mass zu nehmen. Die Aktion des IFP am 29. März drückt aus: Pfäffikon hat Platz für Flüchtlinge, denn Pfäffikon misst seine Qualität am Wohl der Schwachen, analog zur Präambel der Bundesverfassung. Ja, und Pfäffikon schaut weiter als bis zum See, es hat einen globalen und einen zukunftshaltigen Blick. Ganz subjektiv drücken IFP-Mitglieder durch die Aktion aus: Wir nehmen Rassismus, die Benachteiligung von Flüchtlingen und ausgrenzendes Verhalten persönlich.

Bernd Kopp
IFP-Vorstand